Geschichte

Diese Seite wird sich langsam mit Informationen zur Geschichte des Schwarzen Adlers füllen.
Wir freuen uns natürlich über jede hilfreiche Information – einfach vorbeikommen oder eine Mail schreiben.

Kurzübersicht

  • 1650 wurde der Schwarze Adler zweigeschossig errichtet.
  • 1877 wurde er nach hinten und 1892 um zwei weitere Stockwerke nach oben erweitert.
  • Bis 1997 war er Gasthaus und Pension mit angeschlossenem Biergarten. Danach stand er bis Baubeginn 2014 leer und verfiel.
  • 2017 wurde er als Bürogebäude neu eröffnet.

Historische Aufnahmen

Fun Facts

Vorstadtverein Nürnberg Eibach/Maiach
Der Vorstadtverein Nürnberg Eibach/Maiach wurde am Abend des 16. Mai 1956 im Saale des Gasthofs „Schwarzer Adler“ gegründet.
www.eibach-maiach.de/ueber-unseren-verein.html

Tennisclub Eibach
Am 10. Mai 1949 lädt man zur Versammlung und gleichzeitig zur Vereinsgründung in den „Schwarzen Adler“ ein. 
www.tceibach.de/system/data_files/files/000/000/001/original/chronik1.pdf

Schützengesellschaft Bruderherz Eibach
Die Schützengesellschaft Bruderherz Eibach wurde am 12.11.1902 in Eibach gegründet. Die erste Schießanlage befand sich im Gasthof Schwarzer Adler.
www.sg-bruderherz-eibach.de/about

Kaninchenzuchtverein B402 Nürnberg-Eibach
1991 wurde das 75 -jährige Jubiläum in der Gaststätte “Schwarzer Adler” in Eibach gefeiert.
www.kzv-b402.de

Fritz-Weidner-Straße
Die Fritz-Weidner-Straße geht bis nach Gerasmühle. Fritz Weidner führte von 1864–1916 die 1847 in Gerasmühle gegründete Firma J. L.& P. Weidner, eine Blattmetall-, Bronze- und Brokatfabrik.
Quelle: http://www.nordbayern.de/2.209/2.243/wandern-in-nurnberg-vom-rednitztal-bis-in-den-faberpark-1.3842257

Dendrochronologische Untersuchung

Sondierungsbericht Teilbereiche Fassade und Innenräume von Johann Geitner. Zur weiteren Klärung der Baugeschichte wurde die bereits vorhandene dendrochronologische Untersuchung erweitert.

1649/50 Kernbau
Zunächst wurde ein traufständisches Gebäude entlang der jetzigen Eibacher Hauptstraße erstellt. Es besaß bereits zwei Vollgeschosse und wurde im Erdgeschoss durch einen Mittelflur senkrecht zur Firstrichtung erschlossen. Vermutlich befand sich in diesem Gang auch die originale, wohl einläufige Treppe. Ein Wechsel in der Deckenbalkenlage südlich des Flures lässt auf eine Feuerstelle schließen. Im Dachgeschoss wurden an der Südseite die Stichbalken eines früheren Walmdaches freigelegt. Im Westen befinden sich an drei Zerrbalken die Zapfenlöcher der Sparrenlage. Die Sandsteinfassade am Kernbau stammt vermutlich aus der Erbauungszeit.

1876/77 Erweiterung
Der Grundriss wurde, nicht zuletzt durch die geänderte Erschließung, stark verändert. Die derzeit bestehende Treppe wurde wohl 1876 mit der Erweiterung im oberen Geschoss errichtet. Die Umfassungswände der Erweiterung wurden wie der Bestand aus Sandstein erstellt, in der Nordwestecke stand ein gemauerter Kamin. Im Dachgeschoss sieht man ebenfalls die Deckenbalken der Erweiterung unter der Ziegelmauerwand im Süden enden. Die originale Dachkonstruktion, vermutlich ein Satteldach, das in den Hauptdachstuhl einmündete, ist nicht mehr erkennbar. Im Erdgeschoss der Erweiterung ist eine Stallnutzung mit flach gewölbten Tonnendecken (auf Eisenträgern) für den nördlichen Bereich angegeben. Dieser Bereich wurde durch moderne Trennwände dreifach unterteilt und zuletzt für eine Waschküche, Kühlkammer und Sanitärräume genutzt.

1890/92 Folgebau
Mit dem Bauantrag von 1890/92 wurde der bisherige, L-förmige Bau zu einem Rechteck geschlossen. Der vorhandene Mauerwerksbau wurde an den Längsseiten mit rötlichen Sandsteinen, mit einem Kniestock mit steinernem Traufprofil erhöht bzw. im Süd-Westen neu angebaut. Die Giebel wurden neu aufgebaut. Über der gesamten Baufläche wurde ein Mansard-/Satteldach neu errichtet. Bei dieser Maßnahme wurden auch die Fenster am gesamten Gebäude erneuert und das Erscheinungsbild der Nordfassade (Fritz-Weidner-Straße) durch diese architektonischen Gliederungselemente grundlegend geändert.
Es wurden acht Bohrkerne (Nr. 12 bis 19) dendrochronologisch ausgewertet. Es konnten eine Fichte und sieben Kiefern bestimmt werden. Fünf Kiefern aus zwei Bauphasen (1649/50 und 1890/91/92) konnten eindeutig datiert werden. Zwei Kiefern (Nr. 16 und 17) aus einer Bauphase dazwischen konnten zwar gemittelt, aber nicht eindeutig datiert werden. Die Probe Nr. 5 aus dieser Bauphase datiert 1876/77 und es spricht nichts dagegen, dass die beiden Kiefern zeitnah dazu datieren könnten. Die Probe Nr. 5 konnte sowohl von Hans Tisje, als auch von der Uni Bamberg einzeln mit Winterwaldkante 1876/77 datiert werden. Das im Internet mehrfach veröffentlichte „Dendrodatum 1616“ konnte nicht bestätigt werden und stellt sich als Folge einer Veröffentlichung einer „möglichen Datierung“ der Probe Nr. 4 von Hans Tisje am 12. Juli 1997, die bereits kurz darauf am 17. Juli 1997 als Datierung „Winter 1649/50“ von Tisje korrigiert wurde.